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Nachehelicher Ehegattenunterhalt: Voraussetzungen und Risiken, die Sie kennen sollten

Nachehelicher Ehegattenunterhalt ist ein Thema, das viele von uns betrifft oder betreffen könnte. Die damit verbundenen rechtlichen und finanziellen Aspekte sind oft komplex und emotional aufgeladen. In diesem Blogartikel möchte ich Ihnen einen Überblick über die Voraussetzungen und Risiken des nachehelichen Ehegattenunterhalts geben und Ihnen einen wertvollen Tipp mit auf den Weg geben.

Voraussetzungen für nachehelichen Unterhalt

Um einen Anspruch auf nachehelichen Unterhalt geltend zu machen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Hier sind die wichtigsten Punkte:

  1. Bedürftigkeit des Unterhaltsberechtigten: Der Ex-Partner muss finanziell auf den Unterhalt angewiesen sein. Einkommen aus eigener Arbeit oder vorhandenes Vermögen werden hierbei berücksichtigt.
  2. Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen: Der zahlende Ex-Partner muss finanziell in der Lage sein, den Unterhalt zu leisten, ohne selbst in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.
  3. Ehebedingte Nachteile: Wenn einer der Ex-Partner durch die Ehe berufliche Nachteile erlitten hat, etwa durch Kinderbetreuung oder Haushaltsführung, kann dies einen Anspruch auf Unterhalt begründen.

Die Risiken

Die Beantragung und Durchsetzung von nachehelichem Unterhalt ist oft mit Risiken verbunden. Hier sind einige davon:

  1. Unterschätzung der eigenen finanziellen Situation: Viele Unterhaltsberechtigte unterschätzen ihre finanzielle Lage und deren Auswirkungen auf den Unterhaltsanspruch.
  2. Rechtsunsicherheit: Die Rechtslage kann sich ändern. Selbst bei klaren Voraussetzungen gibt es oft Interpretationsspielraum, den Gerichte unterschiedlich nutzen.
  3. Emotionale Belastung: Ein langwieriger Rechtsstreit belastet nicht nur die Nerven, sondern kann auch die Beziehung zu den eigenen Kindern negativ beeinflussen.

Ein wertvoller Tipp

Mein wertvollster Tipp für Sie: Dokumentieren Sie Ihre finanziellen Verhältnisse und ehebedingten Nachteile von Anfang an sorgfältig. Eine detaillierte Auflistung Ihrer Einnahmen, Ausgaben und beruflichen Einschränkungen während der Ehe kann Ihnen später enorm helfen, Ihre Ansprüche durchzusetzen oder sich gegen überhöhte Forderungen zu wehren.

Es ist zur Vermeidung oft jahrelanger, kostenintensiver und belastender Gerichtsverfahren sinnvoll, in Form eines Ehevertrages sich über den nachehelichen Unterhalt zu einigen. Nutzen Sie diese Möglichkeit!

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